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Was ist ein Schamane?
Ein Schamane ist ein Mensch der bewußt der Erde dient. Um der Erde dienen zu können, um zu erfahren, was sie wirklich möchte, braucht er eine tiefe Verbindung zum Geist der Erde. Dieser wird meist hergestellt duch direkte Visionen oder duch Kontakte zu Erdwesen, wie Krafttieren, Pflanzengeistern, Berggeistern und Erdengeln.
Meistens äußert sich das Dienen dadurch, da sich der Schamane als Heiler für die Menschen seiner Kultur zur Verfügung stellt. Aber es gibt auch Schamanen die hauptsächlich damit beschäftigt sind, eine neue Welt "In das Dasein zu Träumen" oder anderen Aufgaben nachgehen.
Ich unterscheide zwischem psychlogischem Schamanismus, wenn der Schwerpunkt auf der Erlösung des Schattens und auf Heilarbeit liegt (vergangenheitsorientiert) und spirituellem Schamanismus, wenn der Schamanismus zu einem Gefährt für einen spirituellem Weg wird.
Zu einem sprituellem Weg gehört die Selbsterkenntnis über unserer göttliche Unsterblichkeit, das Seelengewahrsein, tiefer innerer Frieden etc.
Die Ethik ist eine andere und entspricht in etwa den Kernelementen des (ursprünglichen) Christentums und dem Buddhismus, da beide Religionen zeitlose spirituelle Gesetze und Wahrheiten offenbaren.
Das Level der Ethik läßt sich beispielsweise leicht daran erkennen, ob der Schamane einen energetischen Angriff mit einem Gegenangriff beantwortet, was bei vielen Schamanen der Fall ist, sich jedoch im Rahmen einer spirituellen Entwicklung verbietet. Da gibt es andere Möglichkeiten mit Angriffen umzugehen, beziehungsweise energetische Zustände von Unangreifbarkeit zu erreichen.
Tieropfer oder gar Menschenopfer verbieten sich natürlich ebenfalls. Es ist nicht notwendig Tiere zu opfern, wobei ein richtig durchgeführtes Tierofer durchaus im Einklang mit der Natur sein kann. Es geht mir nicht darum etablierte schamanische Praktiken zu verurteilen, sondern eher die Frage aufzuwerfen, was wir für uns selbst wählen wollen?
Weiße Schamanen?
Einer von Alberto Vilolldos schamanischen Lehrern hat gesehen, dass die zukünftigen Schamanen aus dem Westen kommen werden.
Don Manuel Q´espie der ranghöchste Prister-Schamane seiner Zeit hat in seiner Vision auf dem Q'ollorit'i Fest seine Schamanenweihe von einem Weißen empfangen. Ich hoffe das klärt etwas die Diskussion, ob wir als Nicht-Indigene Schamanen sein dürfen oder dafür indianische Gene brauchen. Die Sonne scheint für alle Menschen und ohne die nährenden Lebensenergien von Mutter Erde ist hier kein Leben möglich.
Mein Zugang zum Schamanismus wird dadurch erleichtert, dass ich schon mehrere schamanischen Leben gelebt habe, die in die Gegenwart hineinwirken. Ich denke das geht anderen Schamanen auch so.
Wir leben in einer Synthesezeit - persönlich als auch global. In Europa entsteht ein Schmelztigel aus unzähligen Einweihungssystemen und Lehrtraditionen aus der ganzen Welt. Ich begrüße das. Denn daraus wird etwas Neues geboren werden, was für die kommende Zeit passend ist.
Hinzu kommt, dass viele Menschen die Ernte aus ihren früheren Leben einfahren und im Rahmen einer kontinuierlichen Bewußtseinsausdehnung und Entfaltung immer mehr Anteile ihres "Größeren Selbstes" erfahren und intergrieren. Dadurch bekommt das Leben eine zusätzliche Dimension, der die zukünftige Gesellschaftsordnung, wie auch immer sie aussehen mag, Rechnung tragen sollte.
Die vorhandenen Strukturen werden sich zunehmend als unpassend erweisen und einen enormen Leidensdruck bei vielen Menschen erzeugen, wenn wir nicht lernen, sie in Frage zu stellen, uns davon zu lösen und sie durch bessere Strukturen zu ersetzen.
Schamanismus in unserer Kultur
Ein spiritueller Schamane kann sich immer wieder neu definieren, indem er alte Muster und Struckturen hinter sich läst und sich für eine neue Art des Lebens entscheiden kann. Das ist der kreative, schöpferische Aspekt des Lebens in Aktion.
Aus seelischer Perspektive sind alle Charakterzüge und Berufe eine Art Rolle, die wir übernehmen, die wir aber auch wieder aufgeben können.
Das steht ganz im Gegensatz zu der Verknöcherung und Vergreisung, die in unserem Kulturkreis mit vielen alten Menschen stattfindet, was eigentlich nicht sein müßte. Statt zu neuen Ufern aufzubrechen, nachdem die Kinder groß und aus dem Haus sind, erstarren viele alte Menschen in ihren alten Mustern.
Daher wünsche ich mir, dass Formen von sprituellem oder psychologischem Schamanismus und andere Formen von Energierbeit wie Geistheilung wieder in unserer Kultur Verbreitung finden und mittelfristig zu einer tragenden Säule unseres Gesundheitswesen werden.